Lexmark begrüßt Pläne der Europäischen Kommission zur Kreislaufwirtschaft und schlägt Maßnahmen für höhere Recycling-Quoten bei Druckkassetten vor

Appell an die Industrie, Wiederverwendung und Recycling von Druckkassetten zu unterstützen

Wien, 28. Januar 2016

Lexmark veröffentlicht heute einen Aufruf an die Druckkassetten-Industrie in Europa, in dem sie die Unterstützung von Maßnahmen einfordert, die das Abfallaufkommen reduzieren und die Wiederverwendung und das Recyling von Druckkassetten fördern. Derartige Maßnahmen unterstützen das von der Europäischen Kommission kürzlich verabschiedete Circular Economy Package, das unter anderem Maßnahmen umfasst, die die Umstellung zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa vorantreiben sollen.

Nach Schätzungen von Lexmark werden jährlich 30.000 bis 50.000 Tonnen Druckkassetten auf Deponien entsorgt, da die Industrie nur eine geringe Rate von Altkassetten von den Endverbrauchern zurückführt.1

Mit dem Lexmark Druckkassetten-Rückführungsprogramm (LCCP), einer innovativen Recycling-Initiative, hat Lexmark bereits einen entscheidenden Schritt unternommen, um das Abfallaufkommen zu reduzieren und die Wiederverwendung und Aufbereitung von Druckkassetten zu fördern. Eine weitere Maßnahme sind die Lexmark Corporate-Druckkassetten, eine besonders nachhaltige Produktfamilie, bei der bis zu 90 Prozent wiederverwendete Komponenten verbaut werden.

Gemeinsam mit 100 führenden Unternehmen ist Lexmark Mitglied im Ellen MacArthur Foundation’s “Circular Economy 100” Programm. Dieser weltweite Zusammenschluss hat das Ziel, die Herausforderungen zu meistern, die mit dem Übergang zu einem Kreislaufwirtschaftsmodell verbunden sind. Die Mitgliedschaft von Lexmark ist ein Resultat des kontinuierlichen Engagements des Unternehmens für den Aufbau einer regenerativen Wirtschaft.

In seiner Eingabe für die „Preparatory Consultation on the Circular Economy” der Europäischen Kommission forderte Lexmark gesetzgeberische und regulatorische Veränderungen zur Lösung dieser Problematik. Diese Veränderungen sind konform mit der Zielsetzung der Kommission, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Das von Lexmark eingereichte Papier führt aus, dass es nicht ausreicht, Maßnahmen für die Rückführung, Wiederverwendung und Aufbereitung von Druckkassetten in Europa festzuschreiben. Das Unternehmen regt darüber hinaus an, dass für die Unternehmen, die umweltfreundliche Verfahrensweisen anwenden, ein fairer Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die dies nicht tun, ermöglicht wird.

Lexmark schlägt der EU folgende Maßnahmen vor:

  • Alle Lieferanten sollen ein kostenloses Rückführungsverfahren für die Druckkassetten einführen, die sie auf dem europäischen Markt verkaufen.
  • Alle Druckkassetten, die ab 2020 in Europa verkauft werden, sollen 50 Prozent wiederaufbereitete Komponenten enthalten oder recycelbar sein.
  • Die Einführung obligatorischer Umweltkriterien in den Anforderungen für öffentliche Ausschreibungen, die Druckkassetten betreffen.
  • Die Förderung von Wiederaufarbeitung und Recycling von Produkten durch ein Gütesiegel, das Anwendern ein qualitativ hochwertiges Produkt garantiert.
  • Ein Verbot der Entsorgung von Druckkassetten auf Deponien oder durch Verbrennung ohne Energierückgewinnung sowie die Schaffung von Anreizen für Hersteller, ihre Produkte zurückzunehmen bzw. wiederzuverwenden

Lexmark hat weitergehende Maßnahmen vorgeschlagen, um die Recycling-Quote zu steigern. Durch die Einführung des Lexmark Druckkassetten-Rückführungsprogramms (LCCP) hat das Unternehmen ein Kreislaufwirtschaftssystem eingeführt und dadurch im Bereich Wiederverwertung folgendes erreicht:

  • Die LCCP-Rückführungsrate liegt mit 35 Prozent fast doppelt so hoch wie der Branchendurchschnitt und keine der an Lexmark zurückgesandten Druckkassetten wird auf Deponien oder durch Verbrennung entsorgt.
  • Das Recycling gebrauchter Lexmark Druckkassetten verringert deren gesamten ökologischen Fußabdruck um mehr als 50 Prozent.
  • Die Lexmark „Corporate-Druckkassetten“ enthalten bis zu 90 Prozent wiederverwendete Komponenten und 92 Prozent aller Druckkassetten von Lexmark enthalten recycelte Teile aus gebrauchten Produkten.
  • Die Wiederaufarbeitung ist ein Kernbereich des Lexmark Druckkassetten Geschäfts. Bis 2018 plant Lexmark 50 Prozent, bezogen auf das Gewicht aller zurückgesandten Druckkassetten, wiederzuverwenden – mit 34 Prozent ist das Unternehmen bereits heute Branchenführer in diesem Bereich (Lexmark Lifecycle Assessment).*

„Lexmark unterstützt das Konzept der Kreislaufwirtschaft bereits seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 1991, und die Wiederaufarbeitung von Druckkassetten stand von Anfang an im Mittelpunkt unserer Geschäftsstrategie. Mit der Veröffentlichung der neuen Vorschläge zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft durch die Europäische Kommission ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Druckkassetten-Industrie in Europa zur Unterstützung von Maßnahmen aufzufordern, durch Wiederverwendung und Recycling das Abfallaufkommen zu reduzieren,“ sagt Udo Schlauch, General Manager, EMEA Annuities & Channel, Lexmark. „Wir appellieren jetzt an unsere Branche, vernünftige Maßnahmen zu unterstützen und anzuwenden, um die durch den Druckkassetten-Abfall und die geringen Rückführungs- und Wiederverwendungsquoten entstehenden Probleme zu verringern.“

„Zero Waste Europe unterstützt die Initiative von Lexmark, die in Druckkassetten von Laserdruckern enthaltene Energien und Ressourcen durch Wiederverwendung und Recycling zurückzugewinnen. Die heutigen Programme der Hersteller decken nur 32,5 Prozent des kommunalen Restmülls ab2. Damit ist noch Potenzial, um den Umfang zu erhöhen und für die Abfallentsorgung konkrete Ziele für Wiederverwendung und Recycling festzulegen. Wir appellieren an die Europäische Kommission, die gesetzlichen Bestimmungen für die erweiterte Herstellerverantwortung auf Druckkassetten anzuwenden, um den Materialkreislauf in diesem Bereich zu schließen,“ kommentiert Joan Marc Simon, Director, ZWE

Zusätzliche Informationen:

Über Lexmark
Lexmark entwickelt Unternehmenssoftware, Hardware sowie Services, die vorhandene Informationen aus unterschiedlichen Quellen effizient nutzbar machen und Bruchstellen in Geschäftsprozessen überwinden. Dadurch können die Mitarbeiter stets auf genau die Informationen zugreifen, die sie gerade benötigen. „Open the possibilites“ unter www.lexmark.at.

1 Infotrend-Primärstudie von 2011 (WE Supplies Recycling) und ergänzende Studie von 2014 zu Wiederaufarbeitung und Recycling
2 http://www.zerowasteeurope.eu/downloads/redesigning-producer-responsibility-a-new-epr-is-needed-for-a-circular-economy/

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